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Glenn Miller war zwar nicht der beliebteste Bandleader,
aber bei weitem der Perfekteste. Seine schwarz-weiß denkende Linie
brachte ihn nicht viele Freunde, machte ihn aber berühmt.
So half sie ihm auch, als er für die Filmaufnahmen zu "Orchestra
Wives" $ 100.000.- verlangte und sie prompt bekam. Eine Option auf
zwei weitere Filme im Herbst 1942 kam nicht mehr zustande, da Miller seine
Band auflöste, um seiner Berufung nachzugehen, den amerikanischen
GI’s musikalische Grüße aus der Heimat zu bringen.
Mit Musikern aus den besten Bands stellte er seine AAF Band zusammen.
In einem Schreiben an Jerry Gray lautete es:
"Wenn Du Dir einen Anzug anmessen läßt, würde
ich Dich gerne damit betrauen, ein 14-köpfiges Team an Arrangeuren
für die AAF zu bilden!"
Seine Ideen wurden ständig von eifersüchtigen Karriereoffizieren
boykottiert, letztendlich gelang es ihm aber denoch. So organisierte er
sich in üblicher Miller Manier seine Musiker. Auch in dieser Band
arbeitete er mit größter Perfektion und schon bald sprach man
nur mehr von der sehr professionellen, hervorragend trainierten und sehr
disziplinierten AAF Band Glenn Millers.
Viele weitere Big Bands zogen in den Zweiten Weltkrieg, aber Glenn Miller
war der Beste. In der heutigen Zeit gibt es viele Orchester mit den Beinamen
Glenn Miller. Sie alle spielen, wie sie denken, daß Miller heute
klingen würde. Aber ich meine, wäre dem so, wäre das auch
das Erfolgsrezept für heutige Bands.
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